Ratschläge und Informationen für den richtigen Umgang mit der Schufa und anderen Auskunftsdateien

Schufaeintrag löschen, was steht in der Schufa

Die Schufa ist, wie andere Dateien auch nur eine Auskunftsdatei, welche gewerblich personenbezogene Dateien verarbeitet. Diese vermittelt sie an Unternehmen, welches dem § 29 des Bundesdatenschutzgesetzes unterliegt. Auch die Schufa.
Die Aufsichtsbehörden sind grundsätzlich der Ansicht, dass Kundendaten an die Schufa nur übermittelt werden dürfen, wenn dies auf gesetzlicher Grundlage erfolgt, da eine Einwilligung regelmäßig bei Geschäftsvorgängen in der Kreditwirtschaft und dem Auskunfteiwesen nicht freiwillig ist.
Eine gesetzlich vorgeschriebene Auskunft von einer Auskunftei gemäß § 34 BDSG ist einmal pro Kalenderjahr in Textform unentgeltlich zu erteilen. Diese Auskunft muss alle zu einer Person gespeicherten Daten, die Herkunft dieser Daten und die Empfänger, an die Daten weitergegeben werden sowie den Zweck der Speicherung enthalten.
Zusätzlich muss diese Auskunft die innerhalb der letzten 12 Monate übermittelten Wahrscheinlichkeitswerte (Score-Werte), die Empfänger der Wahrscheinlichkeitswerte, den aktuellen Score-Wert und die in die Ermittlung der Wahrscheinlichkeitswerte eingeflossenen Daten aufführen. Das Zustandekommen der Wahrscheinlichkeitswerte und die Bedeutung der Wahrscheinlichkeitswerte sind einzelfallbezogen und nachvollziehbar zu erläutern.

Welche Daten speichert die Schufa

Alle Angaben zur Person (Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift und Voranschrift). Auch Daten zu Personen im Ausland. Weiter speichert sie auch die Daten über Bankkonten, Mobilfunkkonten, Kreditkarten, Leasingverträge, Ratenzahlungsgeschäfte und über Kredite und Bürgschaften.
Zusätzlich werden die Laufzeiten der Kredite, alle Zahlungsstörungen, ob eine Kreditkarte eingezogen oder ein Konto von der Bank gekündigt worden ist gespeichert.
Weiterhin Daten, die mit Vollstreckungsmaßnahmen zusammenhängen; EV oder Offenbarungseid, einen Haftbefehl zur Erzwingung der EV, die Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens oder des Regelinsolvenzverfahrens, die Abweisung eines solchen Verfahrens mangels Masse.

Wann werden die Daten gelöscht

Die Schufa Einträge müssen nach einer bestimmten Zeit wieder gelöscht werden. Angaben über Anfragen ein Girokonto eröffnen zu wollen nach 12 Monaten. Kredite bleiben bis zum Ende des dritten Kalenderjahres nach dem Jahr der vollständigen Rückzahlung gespeichert. Bürgschaften werden sofort gelöscht, wenn die Hauptschuld beglichen ist.
Die Daten über die nicht vertragsgemäße Abwicklung von Geschäften werden, wenn die Forderungen beglichen worden sind, nach drei Jahren gelöscht. Giro und Kreditkartenkonten werden sofort gelöscht, wenn das Konto vom Kunden aufgelöst wird. Kundenkonten des Handels werden nach drei Jahren gelöscht.
Die Daten aus den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte (Eidesstattliche Versicherung, Offenbarungseid werden nach drei Jahren gelöscht. Wenn Sie der Schufa nachweisen, daß das Amtsgericht die Eintragung gelöscht hat, werden die Daten bei der Schufa vorzeitig gelöscht.
Zwar muß die Schufa die Daten nach Ablauf der Fristen löschen, doch sollten Sie das vorsichtshalber kontrollieren.

Was, wenn Daten nicht stimmen?

An die zuständige Schufa wenden und nach § 33ff. des Bundesdatenschutzgesetzes die Löschung, Sperrung oder Berichtigung der falschen Daten verlangen.

Die Löschung